Diorama 10
OHNE TITEL
Wer hat’s gemacht?
Sophia & Saumiya
Mit wem wurde sich beschäftigt?
Kirill Karp Bolotwin
Schule
Hans Ehrenberg Schule
Workshop
„Ein Blick in die Vergangenheit“ – Diorama der Erinnerung
Was du siehst
Tagebucheintrag
Aus der Perspektive von Kirill geschrieben.
→ Seine Gedanken & Gefühle
„15. Januar 1943
Heute war wieder ein sehr kalter Tag. Schon früh am Morgen mussten wir zur Arbeit. Wir waren alle müde und hungrig. Das Essen reicht kaum zum Überleben, und viele Gefangene sind krank.
Während der Arbeit musste ich oft an meine Familie denken. Ich frage mich, ob es meiner Mutter und meinem Vater gut geht. Ich vermisse unser Zuhause sehr.
Abends saßen wir zusammen und sprachen leise über die Heimat. Jeder von uns hofft, irgendwann wieder nach Hause zu kommen.
Ich weiß nicht, wie lange der Krieg noch dauern wird, aber ich versuche, die Hoffnung nicht zu verlieren.
Ich wünsche mir nur, wieder frei zu sein und meine Familie zu sehen.“
Steckbrief
Wichtige Informationen zu Kirill.
→ Lebensbedingungen im Lager
Grabstein
Symbolisiert das Gedenken an ihn und an die anderen Kriegsgefangenen.
→ Da die Verstorbenen auch oft anonym und ohne Würde begraben wurden → in Massengräbern.
Symbole
- Keine Nahrung oder Wasser.
- Keine medizinische Versorgung.
- Schuss Gewehr → Steht für die Gewalt & die Waffen.
- Lokomotive → Symbolisiert die Reise ins Lager.
- Erkennungsmarke → Symbolisiert, dass die Identität der Menschen geraubt wurde, indem sie in Nummern eingeteilt und behandelt wurden.
- Roter Stern → Hoheitszeichen der sowjetischen Streitkräfte (Rote Armee …).
- Sowjetunion Flagge → Steht für die sowjetischen Kriegsgefangenen.
- Blumen → Gedenken & Erinnerung an die Millionen Kriegsgefangenen.
Texte außen auf dem Karton
- Wie lange war Kirill Karp Bolotwin im Dulag (Durchgangslager)?
- Warum wurde Kirill Karp Bolotwin als verwundet vermerkt?
- „Was haben wir falsch gemacht?“
- „Mama!“
- „Wo ist meine Familie?“
- „Holt uns hier raus!“
- „Den Geruch werde ich nie vergessen!“
- „Alles war gleich und doch alles fremd.“
Reflexion
In diesem Projekt haben wir das Schicksal von Kirill Karp Bolotwin dargestellt. Kirill war ein Kriegsgefangener im Stalag 326. Er war minderjährig und starb an den Folgen des Bombenangriffs in Bielefeld mit 18 Jahren.
Mit unserem Museumskoffer wollen wir die schlechten Lebensbedingungen, Gefühle & Gedanken symbolisieren. Zudem ist es uns wichtig an die verstorbenen Kriegsgefangenen zu erinnern. Diese Idee haben wir mit gemalten Symbolen & Bildern verwirklicht (z.B. Symbol der mangelnden medizinischen Versorgung). Die Gedanken & Grfühle haben wir anhand eines Tagebucheintrags dargestellt. Zudem bastelten wir einen Grabstein mit Blumen, um an ihn und an die anderen Opfer zu gedenken und zu erinnern.
Bei der Recherche war das Todesalter von Kirill sehr überraschend Dies hat uns nachdenklich gemacht, wie sehr er und weitere Minderjährige gelitten haben.
Wichtig war, das wir bei der Recherche streng zwischen belegten Fakten, wie Kirills Todesalter und Vermutungen, wie seine Gefühle und Gedanken, unterscheiden mussten. Insgesamt sollen die Besucher und Besucherinnen nicht vergessen, dass viele Minderjährige unter sehr schlechten Lebensbedingungen litten, viele starben und dass man immer an sie Gedenken sollte.
Sophia & Saumiya




