Monotypie 08

OHNE TITEL

Luisa Dilmi

Sowjetische Kriegsgefangene im Stalag 326 (VI K) allgemein

Städtisches Gymnasium Delbrück

Kunstworkshop „Monotypie“ im Rahmen der Tagung „Wie wollen wir erinnern?“

Was du siehst

Werk Nr. 2

Im zweiten Bild ist ein Engel in kühlen Blau- und Grautönen zu sehen. Eindeutig zu erkennen ist, dass der Engel dem Betrachter den Rücken kehrt. In diesem Motiv spiegelt sich für mich das Schicksal vieler Kriegsgefangener im Stalag 326 wider. Der umgedrehte Engel steht symbolisch für diejenigen, die ihre Identität verloren haben, deren Namen in Nummern verwandelt wurden oder in der Masse untergingen.

Die untere, fragmentierte Fläche, die mit der Technik der Monografie entstanden ist, bildet ein visuelles Gegengewicht zur Figur. Die Fragmentierung erinnert an die Biografien und Geschichten, die nur bruchstückartig überliefert wurden.

Zusammengehörige Werke

Objekt A.12 Monotypie

Werk Nr. 1: Monotypie 12

Objekt A.02 Monotypie

Werk Nr. 3: Monotypie 02

Luisa Dilmi

Mein Name ist Luisa, ich bin 17 Jahre alt und gehe auf das städtische Gymnasium Delbrück (Q1). Im Rahmen des Memory-Maker-Days habe ich drei Kunstwerke angefertigt: Monotypie 2, Monotypie 8 und Monotypie 12.

 

In allen drei Arbeiten habe ich als Motiv die Engel gewählt, die ich beim Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstoter habe fotografieren können.

 

Für mich sind sie keine religiösen Figuren im engeren Sinn, vielmehr begreife ich sie als Symbole für die Gleichzeitigkeit von Vergänglichkeit und Hoffnung.

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