Monotypie 07

OHNE TITEL

Thien-Phuoc Lisa Ngo

Sowjetische Kriegsgefangene im Stalag 326 (VI K) allgemein

Städtisches Gymnasium Delbrück

Kunstworkshop „Monotypie“ im Rahmen der Tagung „Wie wollen wir erinnern?“

Was du siehst

Werk Nr. 3

Auf einem dunkelfarbigen Haufen Erde ist die Aufschrift ‚Unbekannt, 1943‘ zu erkennen. Die düstere Farbe wurde bewusst gewählt, um die Tragik und Unmenschlichkeit der nationalsozialistischen Verbrechen zu unterstreichen. Ein Teil der Gräber auf dem Ehrenfriedhof wurde nur mit ‚Unbekannt‘ beschriftet. Viele Opfer hingegen wurden überhaupt nicht begraben und teilweise auch gar nicht registriert. Auch ihre Namen bleiben bis heute unbekannt. Die Menschenfeindlichkeit der Nationalsozialisten wird auch dadurch deutlich.

Zusammengehörige Werke

Objekt A.13 Monotypie

Werk Nr. 1:
Monotypie 13

Objekt A.05 Monotypie

Werk Nr. 2:
Monotypie 05

Objekt A.04 Monotypie

Werk Nr. 4:
Monotypie 04

Thien-Phuoc Lisa Ngo

Thien-Phuoc Lisa Ngo, 16 Jahre alt, vom Städtischen Gymnasium Delbrück

Warum habe ich an der Tagung und am Kunstworkshop teilgenommen?

Ich wusste vorher nicht, dass es ein Kriegsgefangenlager in meiner unmittelbaren Nähe gab, wo Menschen unter grausamen Bedingungen festgehalten wurden. Was mir auch nicht bewusst war, ist die Tatsache, dass dort nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche in meinem Alter untergebracht wurden. Diese Opfergruppe wird oft übersehen, weshalb diese sichtbar gemacht werden soll. Und auch dadurch, dass der Fokus bei dieser Tagung auf Gleichaltrige der Vergangenheit liegt, können Jugendliche wie ich auch heute die Geschichte klarer machen und Themen wie beispielsweise Ausgrenzung besser verstehen.

 

Ich habe mich für den Kunstworkshop entschieden, weil ich Emotionen dadurch besser ausdrücken kann. Während der Tagung war mein Ziel bei der künstlerischen Arbeit, das Elend und das Leid der einzelnen Kriegsgefangenen wirklich deutlich zu machen. Es soll den Menschen zeigen, wie schlecht die Kriegsgefangen von den Nationalsozialisten behandelt wurden.

 

Erinnern heißt für mich: nicht vergessen, was Menschen anderen Menschen angetan haben. Wir sollten nicht nur von ‚Hunderten‘ oder ‚Tausenden‘ sprechen, sondern die Geschichten von einzelnen Personen erzählen. Nichts sollte schön dargestellt werden, sondern es soll die Wahrheit erzählt werden. Es soll gezeigt werden, wie schlimm das Elend im Lager wirklich war. Man sollte den Boden und die alten Gebäude, wie das Entlausungsgebäude im Stalag 326, schützen, denn meiner Meinung nach begreift man die Geschichte besser, wenn man dort steht, als diese nur aus Büchern zu erarbeiten.

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