Karte
EHRENFRIEDHOF
Wer hat’s gemacht?
Thea Wegener,
Marlon Voß,
Josefine Schadt
Mit wem wurde sich beschäftigt?
Sowjetische Kriegsgefangene im Stalag 326 (VI K) allgemein
Schule
Gesamtschule Schloß Holte-Stukenbrock
Workshop
Workshop der Gesamtschule SHS
Was du siehst
Werk Nr. 1
Willkommen zu unserem Geschichtsprojekt!
Wir freuen uns, dass Sie sich Zeit nehmen, unseren Rundgang über den Friedhof zu erkunden. Auf diesem Rundgang lernen Sie die Geschichte ausgewählter Jugendlichen und historischer Ereignisse kennen, die mit diesem Ort verbunden sind. […] Wir wünschen Ihnen einen interessanten und informativen Rundgang!
Von Thea Wegener, Josefine Schadt und Marlon Voß
Legende
- rote Striche: Zaun aus alten Bahnschienen
- rote Steine: In dieser Reihe liegen die Jugendlichen, mit denen wir uns beschäftigt haben
- braune Steine: Aktionspunkte
- graue Steine: Stelen mit Daten und bekannten Namen sowjetischer Kriegstoter
- weiße Steine: Gräberreihen
- weißer Strich: Weg auf dem sowjetischen Friedhof
- Zahlen auf unserer Karte: Wo man sich beim Rundgang befindet
- grüne Fläche außerhalb des Friedhofs: Bäume (Wald)
- grüne Fläche auf dem Friedhof: Wiese und Bäume
Mein kurzes Leben – das bin ich!
Beschriftungen der roten Grabsteine
- Dmitriy Bytschkewskij
Ich wurde 1928 in Witebsk geboren. Während des Krieges geriet ich am 15. Mai 1944 in der Nähe meiner Heimatstadt in Gefangenschaft. Die Zeit danach war kurz. Am 20. August 1944 starb ich in Gefangenschaft. Ich bin leider nur 16 Jahre alt geworden. Meine letzte Ruhestätte befindet sich vermutlich auf dem Friedhof Senne, Grab Nr. 1485, Liste 13866, Reihe 32. - Alexej Pawel Sakrewskij
Ich wurde 1929 in Witebsk geboren. Am 25. Mai 1944 geriet ich in Tscharja in Gefangenschaft. Kurz darauf wurde ich in verschiedene Lager verlegt (vom Stalag XX B nach Stalag VI K). Am 08.August 1944 erhielt ich noch eine Typhus-Impfung, und am 23.September 1944 wurde ich dem Arbeitskommando im Revier VI K zugeteilt. Doch meine Kräfte reichten nicht mehr aus. Am 30. September 1944 starb ich in einem Alter von 15 Jahren- die genaue Ursache ist unbekannt. Ich wurde auf dem Friedhof Senne begraben, Grab 1515, Liste 14008, Reihe 33. - Wassilij Ilja Afanasjew
Ich wurde am 8. Dezember 1926 in Iwanowo geboren. Am 5. Oktober 1943 geriet ich in Kiew in Gefangenschaft. Nur wenige Wochen später, am 13. Dezember 1943, starb ich im Stalag VI K. Ich lebte leider nur 17 Jahre. Ich wurde auf dem Friedhof Senne beigesetzt, Grab 1274, Liste 12427, Reihe 27. - Kusma Michail Saizew
Ich wurde am 26. November 1926 in Woronesch geboren. Am 11. Oktober 1943 geriet ich in Tschernobyl in Gefangenschaft. Am 14. November 1944 wurde ich krank und kam in ein Lazarett nach Staumühle. Dort starb ich am 4. Dezember 1944. Ich lebte nur 18 lang. Meine letzte Ruhestätte fand ich auf dem Friedhof Senne, Grab 1548, Liste 14169, Reihe 33. - Semjon Filipp Bogdanow
Ich wurde am 4. September 1926 in Smolensk geboren.
Nach meiner Gefangennahme in Demjansk. Am 25. November wurde ich vom Stalag VI K ins Stalag VI A verlegt. Am 20. März 1942 kam ich in ein Arbeitskommando in Olpe. Dort blieb ich bis zum 18. April 1942. Wegen Lungentuberkulose kam ich am 18.
April 1942 ins Lazarett. Doch die Krankheit war zu schwer. Bis zum Tod war ich im Lazarett. Am 5. Mai 1942 starb ich. Ich starb früh im Alter von 16 Jahren. Ich wurde auf dem Friedhof Senne begraben, Grab Nr. 3409. - Nikolajew lgnat Chazkewitsch
Ich wurde am 9. August 1926 in Minsk geboren. Im Jahr 1944 geriet ich in meiner Heimatstadt in Gefangenschaft. Kurz darauf wurde ich in ein Lager gebracht (06. August 1944 vom Stalag XX B ins Stalag VI K). Ich wurde zweimal geimpft. Am 08. August bekam ich je eine Impfung gegen Typhus und Pocken. Am 27. November 1944 starb ich. Ich starb in einem Alter von 18 Jahren.
Meine letzte Ruhestätte fand ich auf dem Friedhof Senne, Grab 1544, Liste 14150, Reihe 33. - Andrej Wassilij Jekaterinenko
Ich wurde am 10. Juli 1926 in der Region Ordschonikidse geboren. Am 1 7 . Mai 1942 geriet ich in Charkow in Gefangenschaft. Nur wenige Wochen später, am 21. Juli 1942 starb ich in einem Alter von 16 Jahren. Ich wurde auf dem Friedhof Senne begraben, Grab 3816. - Fjodor Ostapenko
Ich wurde am 1. April 1926 in Sumy geboren. Am 10. Oktober 1943 geriet ich in Gomel in Gefangenschaft. Ich wurde am 18. Januar 1944 vom Stalag VI C ins Stalag VI K verlegt. Am 6.März 1944 starb ich in einem Alter von 18 Jahren. Begraben wurde ich auf dem Friedhof Senne, Reihe 28, Grab 1345, Liste 12912. - Nikolai Iwan Nosow
Ich wurde am 4.März 1926 in Bilozowtschik geboren. Am 28. Juni 1942 geriet ich in Woronesch in Gefangenschaft. Ich wurde am 13. November 1942 vom Stalag XI B ins Stalag VI K verlegt. Am 13. November 1942 hatte ich einen Lazarettaufenthalt. Am 7. April 1943 starb ich im Lager im Alter von 17 Jahren. Meine Grabstelle ist nicht bekannt. - Iwan Andrej Boiko
Ich wurde am 15. Januar 1926 in Sumy geboren. Am 29.Januar 1944 geriet ich in Lipowzy in Gefangenschaft. Am 08. September wurde ich vom Dulag 142 ins Stalag VI K verlegt. Nach meiner Verlegung musste ich vom 19. September 1944 bis zum 10. Oktober 1944 in einem Arbeitskommando in Rietberg- Wiedenbrück arbeiten. Später wurde ich krank und kam ab den 10. Oktober 1944 ins Lazarett. Am 1. Dezember 1944 starb ich im Alter von 18 Jahren. Ich wurde auf dem Friedhof Senne begraben, Grab 1545, Liste 14156, Reihe 33. - Wadimir Konstantin Schiwinskij
Ich wurde am 7. Oktober 1926 in Kiew geboren. Bereits am 23. Mai 1942 geriet ich in Gussarowka in Gefangenschaft. Vom Stalag 358 wurde ich ins Stalag VI K verlegt. Am 25. Juni I 942 bekam ich eine Pockenimpfung. Ich musste lange Zeit in Arbeitskommandos arbeiten, unter anderem in bis zum 23. J:u/ri 1943 in der Russenküche. Ab dem 23. Juli 1943 war ich im Arbeitskommando Heimathof Anstalt Bethel. Anschließend hatte ich vom 20. November 1943 bis zum27. November 1943 einen Lazarettaufenthalt. Nach dem Aufenthalt im Lazarett arbeitete ich ab dem 27. November 1943 im Arbeitskommando Lagerküche (Stammpersonal). Trotz zwischenzeitlicher Behandlung im Lazarett verschlechterte sich mein Zustand. Am 8. Juni 1944 starb ich in einem Alter von 18 Jahren. Begraben wurde ich auf dem Friedhof Senne, Grab 1430, Liste 13564, Reihe 31.
Zusammengehörige Werke
Reflexion
Im Projektkurs Geschichte beschäftigen wir uns mit der Gedenkstätte Stalag 326 in Stukenbrock-Senne. Meine Gruppe befasst sich dabei mit dem Soldatenfriedhof des Stalag 326. Ziel unseres Projekts ist es, auf das Leid der verstorbenen Kriegsgefangenen sowie auf die Trauer und den Verlust ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen. Gleichzeitig möchten wir den Friedhof als Ort der Erinnerung näher vorstellen und die Bedeutung des Gedenkens verdeutlichen.
Die Idee für unser Projekt entstand während eines Besuchs auf dem Friedhof. Dabei wurde uns bewusst, wie wichtig es ist, die Geschichte dieses Ortes für andere Menschen verständlich und interessant aufzubereiten. Deshalb haben wir uns entschieden, eine Rallye zu entwickeln, bei der Besucherinnen und Besucher den Friedhof eigenständig erkunden können. Durch verschiedene Stationen, Aufgaben und Informationen sollen sie sich intensiver mit dem Ort und seiner Geschichte auseinandersetzen.
Planung und Umsetzung
Zu Beginn planten wir die Gestaltung eines Friedhofsplans, der als Grundlage für unsere Rallye dienen soll. Auf diesem Plan werden wichtige Gebäude, Denkmäler und Grabstätten dargestellt. An den einzelnen Stationen sollen Informationen und Aufgaben bereitgestellt werden, damit die Besucher mehr über die Geschichte des Friedhofs erfahren können.
Während der Planung traten jedoch einige Schwierigkeiten auf. Vor allem die Beschaffung der benötigten Materialien verzögerte unsere Arbeit. Dadurch konnten wir mit der praktischen Umsetzung später beginnen als ursprünglich geplant. Trotzdem haben wir versucht, die verfügbare Zeit sinnvoll zu nutzen und bereits vorhandene Materialien auszuwerten.
Zunächst wollten wir die Grabsteine für unsere Karte aus Pappe anfertigen. Nach einigen Versuchen stellten wir jedoch fest, dass dieses Material nicht stabil genug ist. Deshalb entschieden wir uns, stattdessen Holz zu verwenden. Diese Erfahrung hat uns gezeigt, dass nicht jede Idee in der Praxis sofort funktioniert und dass man flexibel auf Probleme reagieren muss. Diese Idee wurde jedoch im verlauf der Gestaltung der Karte ebenfalls wieder beendet. Uns war aufgefallen, dass die Holzelemente, die die Grabsteine darstellen, sollten leider zu groß waren.
Im weiteren Verlauf beschäftigte ich mich mit verschiedenen Materialien zur Umgestaltung und Renovierung des Friedhofs. Die Informationen, die ich dabei gesammelt habe, wurden anschließend in unserem Informationsordner abgeheftet und stehen der gesamten Gruppe zur Verfügung.
Außerdem sind wir gemeinsam Materialien einkaufen gegangen, die wir für die Gestaltung unserer Karte benötigen. Am 18.05.2026 haben wir zusätzliche Unterlagen im Sekretariat ausdrucken lassen und diese ebenfalls in unserem Informationsordner gesammelt. Gleichzeitig überlegten wir gemeinsam, wie die Karte am besten gedruckt und gestaltet werden kann. Marlon arbeitete dabei mithilfe einer KI an einer genaueren Darstellung der Karte, während Thea den Kontakt zu einem Unternehmen bezüglich des Drucks übernahm.
In der Doppelstunde am 08.06.2026 wertete ich weitere Materialien aus, die für unsere Rallye von Bedeutung sind. Währenddessen arbeiteten Thea und Marlon an der Gestaltung der Karte und an der weiteren Planung der Rallye.




